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Aus der Westfalenpost vom 29.04.2007 Rösenbeck. (aj) Ein Festakt und das Kaiserschießen am Samstag sowie der große Festzug mit dem neuen Kaiserpaar Helmut und Vroni Silbausch gestern Nachmittag bildeten die Höhepunkte der Feierlichkeiten anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der St.-Laurentius-Schützen Rösenbeck. Bei Kaiserwetter hatte der 52-jährige König des Jahres 1999 nach nur 45 Minuten mit dem 65. Schuss dem Hahn (in Rösenbeck wird kein Vogel, sondern ein Hahn geschossen) den Garaus gemacht. Das Schützenvolk jubelte dem Nachfolger des Rösenbecker Urgesteins August Jansen zu und auch die anderen 41 Könige vergangener Tage feierten den neuen Oberregenten an der Schießanlage "Am Wildhagen". Beim Fest zuvor in der Schützenhalle würdigten alle Redner das Engagement der Schützenbruderschaft im dörflichen Leben. Ortsvorsteher und Ex-Kaiser August Jansen will die Schützen in Rösenbeck nicht missen und erinnerte nicht ohne Stolz an die Leistungen in der Vergangenheit, die es nun heiße auch fortzusetzen. Präses Michael Kleineidam verwies in seinen Grußworten auf die feste Verwurzelung der Schützen im Glauben, was heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Auch wenn heute der Kirchenbesuch mitunter zu wünschen übrig lasse, sei bei ihnen immer noch ein Fundament vorhanden. Blick in die Geschichte Brilons Bürgermeister Franz Schrewe warf einen kurzen Blick zurück in die Geschichte und sah in den Bruderschaften die Gestalter des Gemeinschaftslebens eines jeden Dorfes. Außerdem kehrten Schützen in der Fremde immer wieder am Fest des Jahres in die Heimat zurück, auch nach Rösenbeck, dass besonders für seinen stimmungsvollen Schützenfestmontag berühmt sei. Und der CDU-Landtagsabgeordnete Hubert Kleff (Vorfahren aus Rösenbeck) fügte hinzu: "Heimat ist da, wo man Menschen versteht und mit ihnen sprechen kann." "Das Jubelhorn blasen" Der stellvertretende Bundesoberst Karl-Heinz Benteler überbrachte die Glückwünsche des Sauerländer Schützenbundes und sah im Schützenwesen eine Gemeinschaft mit festen Zielen, bestehend aus Glaube, Sitte, Heimat. Der stellvertretende Kreisoberst Karl Höing hatte zwei hochkarätige Auszeichnungen mitgebracht, den Wappenteller des Kreisschützenbundes für Hauptmann Karl-Josef Schlüter und den Orden für hervorragende Verdienste für den 2. Vorsitzenden Michael Wigge. Zahlreiche Zuschauer Bevor Rudi Becker die Glückwünsche der örtlichen Vereine überbrachte und die Festmusik aus Liesen mit einem Ständchen gratulierte, erklärte der Vorsitzende des Stadtverbands Brilon, Hans-Werner Beule, den Begriff Jubiläum: "Jubiläum kommt aus dem Hebräischen und heißt unter anderem auch das Jubelhorn blasen." Ein gutes Zeichen für den gestrigen Festzug. Begleitet von allen Bruderschaften und Vereinen aus dem Briloner Stadtgebiet sowie einigen aus dem Marsberger Raum, 13 Musikkapellen, zahlreichen Ehrengästen sowie den heimischen Schützen zog das neue Kaiserpaar durch das Spalier der jubelnden Zuschauer am Straßenrand zur Festhalle. |